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Posts mit dem Label "Wildbienen" werden angezeigt.

Honigbienen gegen Wildbienen? Warum die Debatte am eigentlichen Problem vorbeigeht

  Honigbienen gegen Wildbienen? Warum die Debatte am eigentlichen Problem vorbeigeht Wer sich mit Bienen beschäftigt, begegnet inzwischen immer häufiger einer erstaunlichen Behauptung: Ausgerechnet die Honigbiene soll eine Gefahr für Wildbienen sein. Sie nehme ihnen Nektar und Pollen weg, verdränge sie von Blüten und habe deshalb in Naturschutzgebieten oder sogar in Städten nichts verloren. Für Imker klingt das zunächst befremdlich. Schließlich galt die Honigbiene lange geradezu als Symbol für Arten- und Naturschutz. Inzwischen scheint das Pendel teilweise in die andere Richtung ausgeschlagen zu sein. Aus der vermeintlichen Retterin der Natur wird plötzlich eine ökologische Konkurrentin. Wie so oft liegt die wissenschaftlich interessante Antwort aber nicht an einem der beiden Extreme. Zunächst einmal: Ja, Honigbienen und Wildbienen können miteinander um Nahrung konkurrieren. Das sollte man nicht bestreiten. Honigbienen sind ausgesprochen leistungsfähige Sammlerinnen. Ein Volk beste...

Serie: Bienenpatenschaft mit Chubb (1): Wenn aus Unternehmensengagement Begeisterung für Bienen wird

Seit diesem Jahr dürfen wir bei Sandig & Summ ein besonderes Projekt begleiten: eine Bienenpatenschaft mit Chubb. Für uns ist eine solche Patenschaft weit mehr als die Finanzierung eines Bienenvolkes oder die Möglichkeit, am Ende des Jahres einige Gläser Honig mit nach Hause zu nehmen. Sie bietet die Gelegenheit, Menschen mit einer faszinierenden Welt in Berührung zu bringen, die sich oft direkt vor unserer Haustür abspielt – und die dennoch vielen weitgehend unbekannt ist. Was ist eigentlich eine Bienenpatenschaft? Die Grundidee ist einfach: Unternehmen, Organisationen oder auch Privatpersonen übernehmen eine Patenschaft für ein Bienenvolk. Anbieter wie n earBees vermitteln solche Bienenpatenschaften und bringen Unternehmen und Imkereien zusammen. Dadurch können Firmen ihr Engagement für Bienen und Biodiversität mit konkreten Projekten vor Ort verbinden. Auch die Zusammenarbeit zwischen Chubb und Sandig & Summ ist auf diesem Weg entstanden. Das Schöne daran: Hinter dem zun...

Immer mehr Bienenvölker in Deutschland? Nein – die Statistik erzählt eine andere Geschichte

 Immer wieder begegnet mir in Diskussionen über Bienen eine scheinbar beruhigende Zahl: In Deutschland gebe es „immer mehr Bienenvölker“. Manchmal wird daraus sogar das Argument abgeleitet, die Sorge um Bienen oder Bestäuber sei übertrieben. Tatsächlich ist die Zahl der gehaltenen Honigbienenvölker seit einem Tiefpunkt in den 2000er-Jahren wieder gestiegen. Die Behauptung, es gebe in Deutschland immer mehr Bienenvölker, ist trotzdem falsch. Sie entsteht dadurch, dass man die Statistik genau dort beginnen lässt, wo die Kurve ihren Tiefpunkt erreicht hat. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft nennt für 2007 rund 670.000 Bienenvölker und für 2024 etwa 964.000. Wer nur diese beiden Zahlen betrachtet, sieht einen Anstieg um rund 44 Prozent. Das ist korrekt. Es ist aber nur ein Ausschnitt aus einer wesentlich längeren Entwicklung. Bereits historische Quellen zeigen, dass Deutschland früher erheblich mehr Bienenvölker hatte. In einem Antrag im Deutschen Bundestag aus dem Jahr 2008...

Neophyten in Frankfurt: Die Kanadische Goldrute – wertvolle Nahrungsquelle und trotzdem problematisch?

Serie: Neophyten in Frankfurt Wer im Spätsommer durch Frankfurt läuft oder mit dem Fahrrad an Bahndämmen, Brachen und Wegrändern entlangfährt, kann sie kaum übersehen: hohe Pflanzen mit großen gelben Blütenrispen, häufig nicht einzeln, sondern gleich in dichten Beständen. Auf den Blüten sitzen Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen, Käfer und andere Insekten. Auf den ersten Blick sieht das nach einem kleinen Paradies für Bestäuber aus. Tatsächlich handelt es sich häufig um die Kanadische Goldrute, Solidago canadensis . Und gerade an ihr lässt sich gut zeigen, warum ökologische Zusammenhänge komplizierter sind als die einfache Gleichung „viele Blüten = gut für die Natur“. Die Kanadische Goldrute stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde als Zierpflanze nach Europa gebracht. Heute ist sie in Deutschland fest etabliert. Damit gehört sie zu den sogenannten Neophyten: Pflanzenarten, die durch menschlichen Einfluss in Gebiete gelangt sind, in denen sie ursprünglich nicht vorkamen. Der Be...